Das Wort für Samstag, 19. Mai 2012

Ich will warten auf den Herrn, der sein Angesicht verbirgt vor dem Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen.

Jesaja 8,17

Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung.

Psalm 62,2

 

Nächste Termine

So Mai 20, 2012 @10:00Gottesdienst
Mi Mai 23, 2012 @19:00Bibelstunde
So Mai 27, 2012 @10:00Gottesdienst
Was uns wichtig ist Drucken

Es gibt Prinzipien oder Standpunkte, die für viele bibeltreue Gemeinden besonders wichtig sind und durch die sie sich von anderen evangelikalen Gemeinden ggf. unterscheiden. Dies sind Punkte, die nicht unbedingt im Glaubensbekenntnis genannt werden, die aber für unsere Gemeinde essenziell und nicht verhandelbar, somit also feststehend sind. Wir sind davon überzeugt, dass die folgenden Prinzipien mit dem Wort Gottes, der Bibel, übereinstimmen.

Bitte klicken Sie auf die Themen in der Liste, um weitere Erläuterungen zu dem betreffenden Punkt zu erhalten (dies funktioniert nur, wenn in Ihrem Browser JavaScript aktiviert ist):

1. Uns ist wichtig, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist.

Das heißt, dass wir alles daransetzen, dass Jesus Christus seine Gemeinde nach seinen Vorstellungen bauen kann, er in allem den Vorrang  bekommt und wir in allem zu ihm hin wachsen (Matthäus 16,18; Kolosser 1,18; Epheser 1,22-23; 4,15). Das heißt, kein Mensch und nicht einmal der Heilige Geist steht im Mittelpunkt unserer Gemeinde, sondern unser Herr Jesus Christus.

2. Uns ist wichtig, dass es in der Ortsgemeinde mehrere Leitende gibt.

(Apostelgeschichte 14,23; 20,17; Philipper 1,1, siehe auch „Älteste“.) Diese werden aus den Brüdern der Gemeinde erwählt (auch aus dem Kreis der so genannten Laien), werden aber formell zum Dienst bestellt (Matthäus 23,8; Titus 1,5).

3. Uns ist wichtig, dass die Verkündigung des Wortes Gottes der Mittelpunkt des Gottesdienstes ist.

(1. Timotheus 4,13-16; 5,17; 2. Timotheus 4,2). Im Klartext heißt das, dass wir uns versammeln, um Gottes Wort zu hören. Dies erklärt auch, warum bei uns kein Altar und keine Instrumente einer Musikgruppe mitten in unserem Versammlungsraum stehen, sondern die Kanzel, von der aus das Wort Gottes vorgelesen und gepredigt wird. Obwohl unsere Gemeinde bewusst evangelistisch ist, ist unsere Predigt jedoch in erster Linie von der Natur her „pastoral“. Der Schwerpunkt liegt auf der Lehre der Apostel (Apostelgeschichte 2,42), sodass der Leib Christi (die Gemeinde) in jeder Hinsicht wächst (Epheser 4,15).

4. Uns ist eine ehrfürchtige Anbetung besonders wichtig.

(Johannes 4,23-34; Hebräer 12,28). Unser Gott ist erhaben, und unsere Versammlungen sind ihrem Stil nach auch erhaben, jedoch ohne Förmlichkeit. Unser Wunsch ist es, dass – sollte ein ungläubiger Mensch in unserer Mitte sein – er aufgrund der ehrerbietigen Weise, wie wir Gott anbeten, erkennt, dass Gott wirklich unter uns ist und dass auch er "auf sein Angesicht fallen und diesen Gott anbeten sollte" (1. Korinther 14,24-25). Mittwochabends geht es etwas lockerer zu, ohne jedoch die ehrerbietige Weise, in der wir Gott begegnen, zu verlassen.  Es gibt dann Gelegenheiten für eine Bibelarbeit,  für die Beteiligung der versammelten Geschwister durch Zeugnisgeben oder die Mitteilung von Gebetsanliegen und für Gebet in kleineren, persönlicheren Gruppen.

5. Uns ist wichtig, dass wir unserer unmittelbaren Nachbarschaft das Evangelium verkündigen.

Obwohl in unserem Lande Hausbesuche von Fremden im Allgemeinen nicht so gern gesehen werden, ist es uns dennoch ein Anliegen, jeden Haushalt in Magdeburg-Stadtfeld und in den Dörfern westlich der Stadt Magdeburg wiederholt mit Evangeliumsliteratur und - wo möglich - mit einem mündlichen Zeugnis zu erreichen, damit erstens jedem Menschen eine Gelegenheit geboten wird, an die Gute Nachricht vom Heil in Jesus Christus zu glauben, und zweitens, damit wir "von der Blutschuld aller rein sind, da wir ihnen die Erkenntnis Gottes nicht vorenthalten haben" (Apostelgeschichte 20,20-21; 25-27; 1. Korinther 15,34).

6. Uns ist wichtig, dass jeder Gläubige der Gemeinde eine Funktion oder Aufgabe hat, die zum Gelingen und Wachsen des Werkes Gottes in der Welt beiträgt.

(Hebräer 10,24-25; 1. Korinther 16,2; Epheser 2,21). Unser Ziel ist es somit, dass der ganze Leib Christi nach dem Maß jedes einzelnen Teils unterstützt wird (Epheser 4,16).

7. Uns ist wichtig, dass Gläubige einen einfachen, schlichten Lebensstil erstreben und pflegen, auch bezüglich des Besitzes, und dadurch auch mit dem Bösen in der Welt wenig in Berührung kommen.

Das heißt einerseits, dass wir zu einem Leben ermutigen, das zwar in der Welt stattfindet, das aber nicht in den Beschäftigungen des Lebens verstrickt ist; das die Welt zwar gebraucht, aber nicht (zur Sünde) missbraucht; das Besitz hat, ohne zu meinen, ihn behalten zu können (1. Korinther 7,30-31; 2. Korinther 1,12; 2. Timotheus 2,4). Andererseits heißt es, dass wir es als vorteilhaft ansehen, wenn wir als Christen nicht allzu sehr mit dem Gottlosen und Sündhaften in der Welt in Berührung kommen (Johannes 17,15; Römer 16,19; Philipper 2,15).

8. Uns ist wichtig, dass die Dienste der Gemeinde dem Zweck der Gemeinde dienen und nicht etwa umgekehrt die Gemeinde für die Dienste existiert.

Das heißt, wir experimentieren nicht mit verschiedenen Diensten, um festzustellen, worin wir vielleicht gut sein könnten, sondern wir wissen bereits, was Ziel und Zweck der Gemeinde ist, nämlich, dass das Wort Gottes unter uns reichlich wohnt und dass Gott in der Gemeinde die Ehre bekommt (Kolosser 3,16; Epheser 3,21; 2. Thessalonicher 3,1). Deshalb gibt es in der Gemeinde Dienste oder Aktivitäten, die das Ziel, das Wort Gottes unter den Geschwistern und in der Welt vorankommen zu lassen, fördern; und dies zur Ehre des Herrn. So erfolgreich ein Dienst der Gemeinde auch zu sein scheint, wenn er nicht dazu dient, dass das Wort Gottes zur Ehre des Herrn wächst (Apostelgeschichte 6,7), ist er untauglich und deshalb nicht wert, dass er in der Gemeinde weiterhin durchgeführt wird. Ein Dienst ist niemals Selbstzweck!

9. Uns ist wichtig, dass die Gläubigen ihre finanziellen Gaben so entrichten, dass sowohl ihre als auch Gottes Treue sichtbar wird.

Die Gemeinde benötigt, um existieren und funktionieren zu können, finanzielle Mittel. Allerdings ist sie nicht ein Geschäft, das allein durch „Schauen“ wandelt, sondern ist Gottes Werk, das schlussendlich durch Glaubensgehorsam zu erklären ist. Durch unsere Treue prüfen wir Gottes Treue, ohne ihn dabei zu versuchen. Wir beten um seine Fürsorge und Versorgung, und wir wissen, dass selbst die Fähigkeit, freigiebig zu sein, von ihm kommt (2. Korinther 4,7; 9,8; Epheser 2,10; Philipper 4,6; Maleachi 3,10; Lukas 4,12; 1. Chronik 29,14).

10. Uns ist sehr wichtig, dass sich die Gemeinde vom Schädlichen in der Welt für Gott und zu Ihm hin absondert.

  • Christen müssen sich von der Welt absondern, dürfen sich ihr also nicht anpassen (Römer 12,2; 2. Korinther 6,14-18).
  • Ebenso muss diese Absonderung in Bezug auf falsche Lehrer und ihre Irrlehren geschehen (Römer 16,17; 2. Johannes 1,9-11).
  • Absonderung ist aber auch im Hinblick auf ungehorsame Brüder (und Schwestern), die irgendeine Art von geistlicher Untreue praktizieren, notwendig (1. Thessalonicher 5,21; 2. Thessalonicher 2,15; 3,6).

11. Uns ist wichtig, die Regierung besonders zu achten und zu respektieren.

  • indem man seine Steuern zahlt (Matthäus 22,17-21)
  • indem man die Behörden respektiert (1. Petrus 2,17)
  • indem man sich den Gesetzen unterordnet, sofern diese menschlichen Gesetze nicht einem Gesetz bzw. Gebot Gottes entgegenstehen (Römer 13,1; 2. Petrus 2,13-16, Apostelgeschichte 5,29; Matthäus 22,21)
  • indem man für die Menschen in den Ämtern und Regierungen betet (1. Timotheus 2,1-2).
   
 
 
 
 
 
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